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20. Januar 2011

eLearning Trends für 2011

Im WissensWert Blog-Carnival von Andrea Back, Jochen Robes und dem Gastgeber der aktuellen Ausgabe, Andreas König, geht es diesmal ganz um die eLearning Trends für 2011. Nun sind eLearning und Lernplattformen zwar nicht ganz mein Spezialgebiet. Doch beschäftige ich mich auch Sicht des Wissensmanagement stets mit der Weitergabe von Wissen und hier bevorzugt im Kontext von Unternehmen, also mit verwandten Aspekten.

Es folgen meine Lern-Trends für 2011:
  • Ähnlich wie Forrester sehe ich das Empowerment der Mitarbeiter (durch Social Media, Social Networks und Mobile Endgeräre, ...) als nicht mehr aufzuhaltende Entwicklung. Verbote von Facebook, Xing, etc. werden als Gegenantwort des Managements auf dieses Empowerment weiter zunehmen.
  • In Unternehmen wird es dennoch vermehrt zum Einsatz von Social Media hinter der Firewall und auch abseits von Wikis und Weblogs kommen. Vor allem im Enterprise Microblogging erkenne ich ein großes Potenzial, da Wissensteilung damit weniger Aufwand verursacht. Leaderlab spricht von  "The Return of the Social Organization"
  • Es geht erneut einen Schritt weiter in Richtung Enterprise 2.0, d.h. zu mehr Offenheit und Transparenz über Wissen und Wissensträger durch die Nutzung von Social Media. Dass quantitative E20-Studien (von Beratern) immer noch ein zu positives Bild über die Nutzung von Social Media in Unternehmen verbreiten, habe ich schon an mehreren Stellen angemerkt. (Mehr dazu: hier)
  • Das Thema Erfolgsmessung im Enterprise 2.0 wird immer wichtiger, weil auch das Management lernen möchte, welchen Nutzen die neuen Dienste für das Unternehmen bringen. Hier geht es an die Entwicklung neuer Modelle, welche Unternehmen aus ganzheitlicher Sicht berücksichtigen.
  • Und das Web bleibt mit Sicherheit als größte Lernmaschine bestehen. Mit den Worten von Tim Berners Lee: "Long live the Web". (Mehr dazu: hier)
Ich freue mich wie immer auf zahlreiches Feedback.

6. September 2010

LMS im Web 2.0

Mein Beitrag für den WissensWert Blog Carnival zum Thema LMS im Web 2.0

Reichlich Erfahrung mit computergestützten Lern Management Systemen (LMS) konnte ich in den Jahren 2005 bis 2006 sammeln, als wir am Know-Center, Österreichs Kompetenzzentrum für Wissensmanagement, ein LMS (Hyperwave eKnowledge Suite und Hyperwave eLearning Suite) als kommerzielle ASP-Lösung für Österreichs Schulen platzieren wollten. Unsere Lösung wurde mit dem klingenden Namen „Schools go eLearning – Schoogle“ angepriesen.

Obwohl einige Schulen unsere Lösung nutzten, scheiterte das Projekt dennoch aus zwei Gründen:
  • der Budget-Knappheit von Schulen und 
  • der an Schulen vorherrschenden Meinung, dass IT-Systeme immer durch Lehrer und zwar freiwillig und selbstorganisiert (also dem Web 2.0 Gedanken entsprechend) betrieben werden. 
Auch Google hatte wenig Freude mit unserem gewählten (Marken)-Namen. Wir wurden recht rasch gebeten, das Wort „Schoogle“ nicht mehr zu nutzen. Stattdessen tauften wir unsere Lösung dann nur mehr "Schools go eLearning". Auch Rudimente der ursprünglichen Schoogle-Website sind noch vorhanden, wie ich mit Freude festgestellt habe.

Um ehrlich zu sein, war ich auch nie ein großer Verfechter dieser monolithischen kursbasierten Lernmanagement-Systeme. Warum? Zu kursbasiert, zu umfangreich, zu kompliziert in der Handhabung, zu arbeitsintensiv, möchte man gute Kurse erstellen und zu wenig Usability.
Auch als Lernender hatte ich nie wirklich eine Freude damit: zu schlechte Kurse, nur textbasiertes Material, schlechte Bedienung und kaum Nutzung der interessanten Community-Features.

Hier kommt mir Web 2.0 mit seinen Prinzipien, seinen Inhalten und seinen leichgewichtigen, einfach zu bedienenden und performanten Anwendungen einfach gelegen. Vor allem im Umfeld von Unternehmen und Wissensarbeit spielen die Anwendungen aus dem Web 2.0 dann ihre Stärken aus. Zum Einsatz von Web 2.0 im Unternehmen berichte ich ja laufend auf diesem - meinem - Weblog.

Abschließend muss ich noch zugeben, dass sich mein Verständnis von Lernen stark von dem der eLearning Community differenziert - freue mich daher auf rege Kritik. Dennoch bin ich heilfroh, wenn ich in Zukunft möglichst wenig mit klassischen LMS zu tun habe – als Lehrender und als Lernender ;-)

Eine Frage zum Abschluss: Ist denn nicht das Web 2.0 selbst ein perfektes Lernsystem?

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