Alexander Stockers Weblog zu Web 2.0 und Unternehmen
Wissensmanagement, Web 2.0, Enterprise 2.0, Social Media, Digitale Medien, Web of Data, Future Internet
27. Jänner 2012
Mein Wissensmanagement Fachbuch ist in 2. Auflage erschienen
Ich freue mich, dass mein gemeinsam mit Klaus Tochtermann verfasstes Wissensmanagement-Fachbuch "Wissenstransfer mit Wikis und Weblogs. Fallstudien zu einem erfolgreichen Einsatz von Web 2.0 in Unternehmen" nun in 2. Auflage beim Gabler-Verlag erhältlich ist.
Mein Fachbuch stellt in elf umfangreichen Fallstudien dar, wie Wikis und Weblogs erfolgreich im Unternehmen eingesetzt werden können. Ausgehend von zahlreichen Interviews mit den für Web 2.0 in Unternehmen verantwortlichen Managern werden in jeder Fallstudie Ausgangssituation, Zielsetzung, Einführungsprozess, Ergebnisse und Erfolgsfaktoren systematisch analysiert. Die gewonnenen Erkenntnisse zu Web 2.0 im Unternehmen werden zusätzlich mit Hilfe von Umfragen aus der Perspektive der Nutzer beleuchtet.
Mein Fachbuch will in erster Linie Manager dabei unterstützten, Nutzen und Erfolg von Web 2.0 im Kontext von Unternehmen besser zu erkennen und vermittelt ihnen dazu das notwendige Grundverständnis. Es wendet sich aber auch an Wissenschaftler, die sich mit den Themen Web 2.0, Soziale Medien und Enterprise 2.0 in ihrer Forschung befassen, sowie allgemein an Praktiker, die vor der Frage stehen, wie sie die Instrumente des Web 2.0 erfolgreich und nachhaltig in ihrem Unternehmen einführen können.
Wir haben mein Buch heute über die unterschiedlichsten Pressekanäle in Österreich (z.B.: APA-OTS, IT-Press) und Deutschland (z.B.: ZBW-News, DPA, IDW, ... ) beworben. Ich bedanke mich dafür beim Institut DIGITAL von JOANNEUM RESEARCH sowie bei der ZBW - Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft für die freundliche Übernahme der Kosten.
04. Jänner 2012
Enterprise 2.0 Fallstudien - aus Erfahrungen lernen
Der vorliegende Beitrag wurde bereits als Gastbeitrag am enterprise 20 blog veröffentlicht. Ich erstelle hier ein Cross-Post, um diesen Beitrag auch den Lesern meines Blogs zur Verfügung zu stellen.
Für all jene, die Enterprise 2.0 in ihrem Unternehmen „einführen“ möchten, sind Fallstudien ein geeignetes Mittel, um sich im Vorfeld erstmalig bzw. intensiv mit den Zielen, der Umsetzung und der Erfolgsmessung auseinanderzusetzen.
Wissenschaftliche Fallstudien verfügen meist über eine sehr ähnliche Grundstruktur, welche sich der Praxis durchaus erschließt – und sind darüber hinaus durch den wissenschaftlichen Begutachtungsprozess auch noch qualitätsgesichert. Die nachfolgende typische Struktur einer Fallstudie kann jeder Enterprise 2.0 Projektleiter auch als Checkliste für die Dokumentation in einer eigenen Fallstudie verwenden:
Für diesen Zweck bietet die Fallstudienplattform E20cases.org einen wertvollen Erfahrungsschatz an durch die Wissenschaft für die Praxis aufbereiteter Fallstudien. So befinden sich in dieser Plattform Fallstudien von Capgemini, Siemens, Pentos, uvm. – und Kurzfassungen geben einen ersten Einblick in die wesentlichen Aspekte, während ausführliche Beschreibungen das gesammelte Erfahrungswissen Schritt für Schritt präsentieren.
Die nachfolgenden Kurzfassungen vermitteln einen ersten Einblick, mit welchen Fallstudien auf E20cases zu rechnen ist und was beim Lesen gelernt werden kann.
Capgemini
Microblogging als Konversationsmedium: Mit der steigenden Bekanntheit von Twitter weckt das Phänomen Microblogging zunehmend auch die Aufmerksamkeit von Unternehmen, die sich fragen, wie sie vergleichbare Plattformen für interne Kommunikation und Gruppenprozesse einsetzen können. In dieser Fallstudie wird die Nutzung des Produkts Yammer bei der internationalen Management- und IT-Beratung Capgemini illustriert. Yammer ist eine im Web verfügbare Plattform zum Enterprise Microblogging, die von über 95.000 Unternehmen unterschiedlichster Größe genutzt wird. Anfang Januar 2011 waren bei Capgemini über 18.000 Mitarbeiter auf Yammer registriert, die die Plattform in einem geschlossenen Bereich überwiegend als Konversationsmedium zur Interaktion und Diskussion nutzen.
Siemens
Bereits seit über zehn Jahren sammelt die Siemens AG mit verschiedenen Lösungen Erfahrungen im Bereich Wissensvernetzung. So wurde im Jahr 1998 in einem Software-Entwicklungs-Bereich mit 6000 Mitarbeitern in der Siemens AG Österreich das sogenannte TechnoWeb eingeführt. Im Juni 2009 wurde vom Vorstand der Siemens AG entschieden, diese Plattform auf eine neue Technologie, Liferay, zu stellen und konzernweit auszurollen, weil man das Potenzial des Dienstes für das ganze Unternehmen überprüfen wollte. Die neue Plattform sollte eine heterogene Gruppe von über 40.000 potenziellen Nutzern dabei unterstützen, sich gegenseitig zu vernetzen und auszutauschen. Die Fallstudie schildert die bisher gesammelten Erfahrungen bei der Einführung der Plattform.
Pentos
Bei der vorliegenden Fallstudie handelt es sich um einen nachhaltigen Einsatz von Mitarbeiter-Weblogs in einem Klein- und Mittelbetrieb (KMU). Hauptziel dieser bereits 2001 im Unternehmen eingeführten Mitarbeiter-Weblogs war die Verbesserung von Effektivität und Effizienz in der internen Mitarbeiter-zu-Mitarbeiter-Kommunikation. Ausschlaggebend für die Einführung der Weblogs war der empfundene Bedarf nach einer Verbesserung der Kommunikation auf der Seite der Geschäftsleitung. Die Stimulation einer verstärkten Interaktion der Mitarbeiter untereinander führte zu einer Verbesserung des Informationsflusses im gesamten Unternehmen, was sowohl berufliche als auch private Informationen betrifft. Die eigenständige und eigenmotivierte Kommunikation der Mitarbeiter über Ziele und Tätigkeiten hat zudem die Selbstreflektion bei den beteiligten Mitarbeitern gefördert. Die Mitarbeiter-Weblogs führten auch zu einer nachhaltigen Stärkung der partizipativen Unternehmenskultur. Die vorliegende Fallstudie zeigt, dass ein Einsatz von Mitarbeiter-Weblogs auch in einem kleinen KMU trotz der Überschaubarkeit an Informationskanälen und der einfacheren Identifikation von Wissensträgern durchaus Gewinn bringend sein kann.
Wer weitere Fallstudien zu Enterprise 2.0 erstellt, ist herzlich dazu eingeladen, diese auf e20cases.org zur Verfügung zu stellen. Bitte in diesem Sinne, um einen kurzen Kommentar auf meinem Blog.
Für all jene, die Enterprise 2.0 in ihrem Unternehmen „einführen“ möchten, sind Fallstudien ein geeignetes Mittel, um sich im Vorfeld erstmalig bzw. intensiv mit den Zielen, der Umsetzung und der Erfolgsmessung auseinanderzusetzen.
Wissenschaftliche Fallstudien verfügen meist über eine sehr ähnliche Grundstruktur, welche sich der Praxis durchaus erschließt – und sind darüber hinaus durch den wissenschaftlichen Begutachtungsprozess auch noch qualitätsgesichert. Die nachfolgende typische Struktur einer Fallstudie kann jeder Enterprise 2.0 Projektleiter auch als Checkliste für die Dokumentation in einer eigenen Fallstudie verwenden:
- Wer ist das Unternehmen, in welchen Märkten ist es tätig und zu welcher Branche gehört es?
- Was ist die Ausgangssituation für die Einführung von Enterprise 2.0? Wie wurde das Projekt intern „verkauft“?
- Was ist die genaue Zielsetzung des Projekts? In welchen Bereichen wird Enterprise 2.0 eingesetzt und wo soll es einen Mehrwert stiften?
- Wie ist die Einführung von Enterprise 2.0 ausgestaltet? Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um die Mitarbeiter vom Nutzen zu überzeugen?
- Wie ist der Betrieb der technologischen Lösung ausgestaltet? Welche Schnittstellen gibt es zu anderen Systemen und warum? Wie wird die Lösung von den Mitarbeitern genutzt?
- Wie wird die Lösung evaluiert und insbesondere – wie wird der Nutzen gemessen? Was waren die maßgeblichen Erfolgsfaktoren im Projekt?
Für diesen Zweck bietet die Fallstudienplattform E20cases.org einen wertvollen Erfahrungsschatz an durch die Wissenschaft für die Praxis aufbereiteter Fallstudien. So befinden sich in dieser Plattform Fallstudien von Capgemini, Siemens, Pentos, uvm. – und Kurzfassungen geben einen ersten Einblick in die wesentlichen Aspekte, während ausführliche Beschreibungen das gesammelte Erfahrungswissen Schritt für Schritt präsentieren.
Die nachfolgenden Kurzfassungen vermitteln einen ersten Einblick, mit welchen Fallstudien auf E20cases zu rechnen ist und was beim Lesen gelernt werden kann.
Capgemini
Microblogging als Konversationsmedium: Mit der steigenden Bekanntheit von Twitter weckt das Phänomen Microblogging zunehmend auch die Aufmerksamkeit von Unternehmen, die sich fragen, wie sie vergleichbare Plattformen für interne Kommunikation und Gruppenprozesse einsetzen können. In dieser Fallstudie wird die Nutzung des Produkts Yammer bei der internationalen Management- und IT-Beratung Capgemini illustriert. Yammer ist eine im Web verfügbare Plattform zum Enterprise Microblogging, die von über 95.000 Unternehmen unterschiedlichster Größe genutzt wird. Anfang Januar 2011 waren bei Capgemini über 18.000 Mitarbeiter auf Yammer registriert, die die Plattform in einem geschlossenen Bereich überwiegend als Konversationsmedium zur Interaktion und Diskussion nutzen.
Siemens
Bereits seit über zehn Jahren sammelt die Siemens AG mit verschiedenen Lösungen Erfahrungen im Bereich Wissensvernetzung. So wurde im Jahr 1998 in einem Software-Entwicklungs-Bereich mit 6000 Mitarbeitern in der Siemens AG Österreich das sogenannte TechnoWeb eingeführt. Im Juni 2009 wurde vom Vorstand der Siemens AG entschieden, diese Plattform auf eine neue Technologie, Liferay, zu stellen und konzernweit auszurollen, weil man das Potenzial des Dienstes für das ganze Unternehmen überprüfen wollte. Die neue Plattform sollte eine heterogene Gruppe von über 40.000 potenziellen Nutzern dabei unterstützen, sich gegenseitig zu vernetzen und auszutauschen. Die Fallstudie schildert die bisher gesammelten Erfahrungen bei der Einführung der Plattform.
Pentos
Bei der vorliegenden Fallstudie handelt es sich um einen nachhaltigen Einsatz von Mitarbeiter-Weblogs in einem Klein- und Mittelbetrieb (KMU). Hauptziel dieser bereits 2001 im Unternehmen eingeführten Mitarbeiter-Weblogs war die Verbesserung von Effektivität und Effizienz in der internen Mitarbeiter-zu-Mitarbeiter-Kommunikation. Ausschlaggebend für die Einführung der Weblogs war der empfundene Bedarf nach einer Verbesserung der Kommunikation auf der Seite der Geschäftsleitung. Die Stimulation einer verstärkten Interaktion der Mitarbeiter untereinander führte zu einer Verbesserung des Informationsflusses im gesamten Unternehmen, was sowohl berufliche als auch private Informationen betrifft. Die eigenständige und eigenmotivierte Kommunikation der Mitarbeiter über Ziele und Tätigkeiten hat zudem die Selbstreflektion bei den beteiligten Mitarbeitern gefördert. Die Mitarbeiter-Weblogs führten auch zu einer nachhaltigen Stärkung der partizipativen Unternehmenskultur. Die vorliegende Fallstudie zeigt, dass ein Einsatz von Mitarbeiter-Weblogs auch in einem kleinen KMU trotz der Überschaubarkeit an Informationskanälen und der einfacheren Identifikation von Wissensträgern durchaus Gewinn bringend sein kann.
Wer weitere Fallstudien zu Enterprise 2.0 erstellt, ist herzlich dazu eingeladen, diese auf e20cases.org zur Verfügung zu stellen. Bitte in diesem Sinne, um einen kurzen Kommentar auf meinem Blog.
27. Dezember 2011
Katapultiert Unternehmen in die Cloud - damit sie endlich besser arbeiten?!
Als freudvoller Nutzer von Social Media wie Facebook, Xing, Twitter & co. besitzt man natürlich gleich eine Affinität zu Cloud-Services (natürlich nur, sofern man auch weiss, dass besagte Plattformen Cloud-Services darstellen). Daneben kennt und nutzt man als IT-affine Person auch noch Yammer, Gmail, Doodle, Goodle Kalender, Blogger, Dropbox, Google Reader, ... (d.h. also noch mehr Cloud Services). Man freut sich, privat wesentlich modernere IT-Services zu genießen, als sein Arbeitgeber zur Verfügung stellt. Denn schlechte IT macht einem einfach keinen Spaß.
Gehen wir 30 Minuten in meiner Zeit zurück, als ich am Blog von Prof. McAfee den Beitrag „The Cloud Warning“ gelesen habe. Dort steht gleich in der ersten Zeile, dass der CEO von „Google India“ behauptet, dass Indien ein „Cloud First“-Markt ist. Denn von Null-IT katapultiert sich Indien gleich auf die Spitze - und damit hin zu den modernsten Cloud-Services. Damit überspringt Indien die üblichen Evolutionsstufen dazwischen. Ok, Google muss das wissen.
Und jetzt starten wir die Diskussion, ob die Nutzung von Cloud-Services auch zu einer Steigerung von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit beiträgt. Prof. McAfee glaub das – und ich auch. Zugegeben, diese Diskussion existiert in der Wirtschaftsinformatik ja schon ewig (man google nach "Produktivitätsparadoxon der Informationstechnologie"). Und immer wieder wird versucht, die Wirkung von IT auf die Produktivität zu messen und damit nachzuweisen - mit unterschiedlichem Erfolg (womöglich muss man erst alle IT-Dienste abdrehen... ;-) ).
Ich versuche daher jetzt in der Erkenntnisgewinnung, wie es sich für einen Vertreter der Wissenschaft zwar gar nicht gehört, aus meiner völlig subjektiven Sichtweise zu argumentieren:
Denn diese IT will auch anständig in den Geschäftsprozessen und Arbeitspraktiken verankert sein (bzw. durch die Mitarbeiter angeeignet werden) – und dabei reicht es nicht aus, wenn es der einzelne Mitarbeiter nur einmal versucht und mit der Nutzung experimentiert. Solche Veränderungsprozesse dauern gerne mal eine Generation von Mitarbeitern an (Im Vergleich dazu hat es ein Start-Up in der IT-Nutzung wesentlich leichter, weil es sich ja noch nicht an seine Prozesse gewöhnt hat.) Außerdem kosten Veränderungen viel Change-Management-Budget welches im Wissensmanagement gerne mal gestrichen wird, bzw. gar nicht erst budgetiert wurde.
Zum Abschluss erlaube ich mir folgende Fragen - und gebe dazu auch gleich eine Pauschalantwort:
Gehen wir 30 Minuten in meiner Zeit zurück, als ich am Blog von Prof. McAfee den Beitrag „The Cloud Warning“ gelesen habe. Dort steht gleich in der ersten Zeile, dass der CEO von „Google India“ behauptet, dass Indien ein „Cloud First“-Markt ist. Denn von Null-IT katapultiert sich Indien gleich auf die Spitze - und damit hin zu den modernsten Cloud-Services. Damit überspringt Indien die üblichen Evolutionsstufen dazwischen. Ok, Google muss das wissen.
Und jetzt starten wir die Diskussion, ob die Nutzung von Cloud-Services auch zu einer Steigerung von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit beiträgt. Prof. McAfee glaub das – und ich auch. Zugegeben, diese Diskussion existiert in der Wirtschaftsinformatik ja schon ewig (man google nach "Produktivitätsparadoxon der Informationstechnologie"). Und immer wieder wird versucht, die Wirkung von IT auf die Produktivität zu messen und damit nachzuweisen - mit unterschiedlichem Erfolg (womöglich muss man erst alle IT-Dienste abdrehen... ;-) ).
Ich versuche daher jetzt in der Erkenntnisgewinnung, wie es sich für einen Vertreter der Wissenschaft zwar gar nicht gehört, aus meiner völlig subjektiven Sichtweise zu argumentieren:
- Wenn ich mir die Werkzeuge so ansehe, die in den mir bekannten Unternehmen zur Unterstützung von Kommunikation und Zusammenarbeit verwendet werden, so graut es mir fast (und dabei haben wir bei JR eine sehr, sehr gute IT-Infrastruktur).
- Dennoch ist für mich kaum ein Service auch bei uns nur annähernd so komfortabel, wie die weiter oben genannten Cloud-Services, welcher ich mich privat erfreue. Doch diese werden in Unternehmen gleich mal aufgrund üblicher Verdächtiger wie "Privacy" und "Vertrauenswürdige Daten bei nicht vertrauenswürdigen Autoritäten gespeichert" abgeschmettert.
- Doch wenn nun die modernste, benutzbarste und am meisten Spass-machendste IT aus der Cloud gleich einmal ein Quäntchen mehr an Produktivitätszuwachs ermöglicht, beginne ich mich als gelernter Betriebswirt vor Ländern wie Indien (wo die "manuelle Arbeit" ja schon fast nichts kostet) zu fürchten.
- Denn wenn uns diese ehemaligen IT-Entwicklungsländer, dank dem sofortigen Abruf modernster Informationstechnologie aus der Cloud, auch in der Wissensarbeit überholen, kann auch ich durchaus einmal ein Pessimist sein. Geht es uns nun etwa an den Kragen, weil wir in Österreich solche Cloud-Muffel sind?
Denn diese IT will auch anständig in den Geschäftsprozessen und Arbeitspraktiken verankert sein (bzw. durch die Mitarbeiter angeeignet werden) – und dabei reicht es nicht aus, wenn es der einzelne Mitarbeiter nur einmal versucht und mit der Nutzung experimentiert. Solche Veränderungsprozesse dauern gerne mal eine Generation von Mitarbeitern an (Im Vergleich dazu hat es ein Start-Up in der IT-Nutzung wesentlich leichter, weil es sich ja noch nicht an seine Prozesse gewöhnt hat.) Außerdem kosten Veränderungen viel Change-Management-Budget welches im Wissensmanagement gerne mal gestrichen wird, bzw. gar nicht erst budgetiert wurde.
Zum Abschluss erlaube ich mir folgende Fragen - und gebe dazu auch gleich eine Pauschalantwort:
- Setzen Unternehmen bei uns jetzt auf Cloud-Services, damit sie von Indien nicht überholt werden (einige Start-Ups, die ich kenne, tun das mit großer Freude – und mit großem Erfolg)?
- Werden wir jetzt alle in die Cloud gesperrt, damit wir schneller arbeiten?
05. Dezember 2011
Zum Mehrwert von Social Media
Volker Grünauer von Jboye hat mich am 1. Dezember zu einem "Enterprise 2.0"-Gastvortrag in seine Intranet-Manager-Expertengruppe nach Wien eingeladen. Sein Veranstaltungskonzept und den Ablauf finde ich bemerkenswert, vor allem wie gut der Wissenstransfer zwischen den einzelnen Mitgliedern funktioniert. Ich kann daher nur jedem interessierten Anwender empfehlen, bei den diversen Expertennetzwerken Mitglied zu werden.
Nun zum eigentlichen Zweck meines Beitrags: Eine Diskussion in der Intranet-Manager-Expertengruppe handelte davon, wie Social Media zu handhaben ist - und vor allen, wie man mit den bei Social Media auftretenden Informationsströmen umgeht. Da ich in der Vergangenheit unter dem Titel "Wie sich Neulinge Social Media aneignen" schon einmal am PR-Blogger darüber berichtet habe, möchte ich diesen Beitrag mit Verweis auf die Expertengruppe hier in meinem Blog cross-posten.
Social XXX und Nutzenmessung
Wer den Mehrwert von Social Media Technologie systematisch untersuchen oder gar messen will, stößt früher oder später auf ein Phänomen, welches die CSCW-Forscher Kai Riemer und Alexander Richter als „Nutzungsoffenheit“ bezeichnen (CSCW steht für Computer Supported Collaborative Work). Nutzungsoffenheit bedeutet, dass Soziale Technologien im Allgemeinen nicht mit einem typischen Anwendungsszenario verbunden sind – ganz im Gegensatz etwa zu klassischen ERP-Systemen wie SAP.
Soziale Technologien lassen vielmehr die Art und Weise ihrer Verwendung einem Nutzer offen. Nur nach und nach eignen sich Nutzer eine bestimmte Art der Verwendung an, welche sie als persönlich sinnstiftend empfinden. Diese Nutzungsoffenheit ist ein wesentliches Merkmal von Technologien, welche Kommunikation und Zusammenarbeit unterstützen – und gerade bei Social Media und Enterprise 2.0 offenbart sie sich besonders stark. Schon allein deswegen gestaltet sich die Einführung von Social Media im Kontext von Unternehmen als besonders schwierig.
Für die Einführung Sozialer Technologien ist ein Aspekt maßgeblich: Der Nutzen aus einer Sozialen Technologie ist immer das Resultat einer bestimmten Art der Aneignung. Folgendes Beispiel soll diese Aneignung illustrieren: Setzt sich ein rational denkender Mensch das erste Mal intensiv mit Social Media auseinander, beispielsweise mit Twitter, dann zieht er Vergleiche zu ihm bekannten Technologien – etwa zur E-Mail. Häufig kommt es zu folgender Nutzungsweise: Im Microblogging-Tool folgt der Nutzer möglichst vielen Personen. Er versucht, jeden einzelnen der täglich 500 oder mehr Beiträge zu lesen, da er es so von E-Mail gewohnt ist. Doch sein wahrgenommener Information Overload wird den Nutzer dazu bewegen, früher oder später die Nutzung von Twitter einzustellen, da er keinen Mehrwert darin sieht. Und fast immer wird er Microblogging als völlig nutzloses Werkzeug abstempeln, denn wer nimmt sich schon die Zeit, alle Tweets zu lesen.
Nicht aufhören – fortsetzen
Doch ein zweiter Weg ist ebenso denkbar: Vielleicht wird dieser Nutzer aufgrund der zu Beginn der Nutzung gemachten Erfahrungen seine Nutzungsweise kontinuierlich anpassen. Beispielsweise baut er sein Follower-Netzwerk systematisch auf und achtet nicht mehr nur auf Quantität, sondern vor allem auf die Qualität der Personen in seinem Netzwerk. Er folgt Personen, die er gut kennt, die in ähnlichen Bereichen arbeiten, oder die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen. Nun merkt er, dass seine „Followees“ eher Beiträge veröffentlichen, die für ihn relevant sind. Mit zunehmender Beschäftigung nimmt er zur Kenntnis, dass Mechanismen wie „Mentions“ und „Retweets“ gerade die besonders wertvollen Beiträge häufiger auffindbar machen.
Er liest auch nicht mehr täglich alle erscheinenden Beiträge, sondern nutzt Microblogging vor allem in solchen Phasen, in denen er sich nicht unmittelbar mit seinem Tagesgeschäft auseinandersetzt. Dazu nimmt er auch sein Smartphone in die Hand, beispielsweise wenn er am Gang wartet. Er hat erfolgreich gelernt, innerhalb weniger Minuten Beiträge mit hohem Mehrwert für seine tägliche Arbeit aus dem Activity-Stream herauszufiltern – ein Effekt, den die Fachcommunity mit „Serendipity“ bezeichnet, d.h. das zufällige Auffinden wertvoller Inhalte. Er gewinnt dabei an Effizienz und schon nach wenigen Monaten wird er zum Experte im „Browsen“ über den Activity-Stream.
Es ist immer wieder überraschend, wie sehr der Faktor (Nutzungs-)Zeit zum Erfolg beiträgt: Nach einer längeren Experimentierphase hat der Nutzer endlich sein persönliches wertstiftendes Anwendungsszenario entdeckt – und damit seine Aneignung von Social Media fürs Erste abgeschlossen.
Das Dilemma der erstmaligen Nutzung
Doch wie bringt man jemanden dazu, Social Media Instrumente erstmalig zu nutzen? Eine reine Schulung von Funktionalitäten wird wenig helfen, wogegen die Schulung sinnstiftender Nutzungsszenarien, wie etwa dem vorher beschriebenen, wesentlich vielversprechender ist. Die große Herausforderung besteht darin, einem potenziellen Anwender vorab verständlich und nachvollziehbar zu erklären, worin der Mehrwert einer Sozialen Technologie besteht, dass dieser ein Resultat seiner Aneignung ist und dass der Aneignungsprozess für gewöhnlich etwas länger dauert.
Warum ist das so? Bei jeder neuen Technologie versuchen Menschen zuerst, alte Verhaltensmuster auf diese zu übertragen. Da Menschen bei E-Mails gewohnt sind, jede einzelne zu lesen und den Inhalt aufzunehmen, übertragen sie ein ähnliches Verhalten auf die neue Technologie. Doch eine solche Nutzungspraxis macht in vielen Fällen keinen Sinn – und ein Mehrwert ist für viele Neulinge ohne eine Stütze gar nicht absehbar.
Ambassadoren als Stütze
Eine erfolgversprechende Möglichkeit aus diesem Dilemma ist der Einsatz von Ambassadoren. Das sind besonders engagierte Nutzer, welche sich eine neue Technologie bereits erfolgreich angeeignet haben und daher vom Mehrwert dieser Technologie überzeugt sind. Diese Menschen kommunizieren mit besonders viel Enthusiasmus geeignete Anwendungsszenarien und den entstehenden Nutzen an künftige Nutzer. Ambassadoren begleiten die erstmalige Nutzung neuer Technologien und tragen dazu bei dazu, dass diese verstetigt wird. Auf Ambassadoren greifen beispielsweise Unternehmen wie XING (vgl. Blogbeitrag Ambassadors bei XING) oder IBM (vgl. IBM Präsentation Social Business 2011, Folie 8 ) zurück.
Nun zum eigentlichen Zweck meines Beitrags: Eine Diskussion in der Intranet-Manager-Expertengruppe handelte davon, wie Social Media zu handhaben ist - und vor allen, wie man mit den bei Social Media auftretenden Informationsströmen umgeht. Da ich in der Vergangenheit unter dem Titel "Wie sich Neulinge Social Media aneignen" schon einmal am PR-Blogger darüber berichtet habe, möchte ich diesen Beitrag mit Verweis auf die Expertengruppe hier in meinem Blog cross-posten.
Social XXX und Nutzenmessung
Wer den Mehrwert von Social Media Technologie systematisch untersuchen oder gar messen will, stößt früher oder später auf ein Phänomen, welches die CSCW-Forscher Kai Riemer und Alexander Richter als „Nutzungsoffenheit“ bezeichnen (CSCW steht für Computer Supported Collaborative Work). Nutzungsoffenheit bedeutet, dass Soziale Technologien im Allgemeinen nicht mit einem typischen Anwendungsszenario verbunden sind – ganz im Gegensatz etwa zu klassischen ERP-Systemen wie SAP.
Soziale Technologien lassen vielmehr die Art und Weise ihrer Verwendung einem Nutzer offen. Nur nach und nach eignen sich Nutzer eine bestimmte Art der Verwendung an, welche sie als persönlich sinnstiftend empfinden. Diese Nutzungsoffenheit ist ein wesentliches Merkmal von Technologien, welche Kommunikation und Zusammenarbeit unterstützen – und gerade bei Social Media und Enterprise 2.0 offenbart sie sich besonders stark. Schon allein deswegen gestaltet sich die Einführung von Social Media im Kontext von Unternehmen als besonders schwierig.
Für die Einführung Sozialer Technologien ist ein Aspekt maßgeblich: Der Nutzen aus einer Sozialen Technologie ist immer das Resultat einer bestimmten Art der Aneignung. Folgendes Beispiel soll diese Aneignung illustrieren: Setzt sich ein rational denkender Mensch das erste Mal intensiv mit Social Media auseinander, beispielsweise mit Twitter, dann zieht er Vergleiche zu ihm bekannten Technologien – etwa zur E-Mail. Häufig kommt es zu folgender Nutzungsweise: Im Microblogging-Tool folgt der Nutzer möglichst vielen Personen. Er versucht, jeden einzelnen der täglich 500 oder mehr Beiträge zu lesen, da er es so von E-Mail gewohnt ist. Doch sein wahrgenommener Information Overload wird den Nutzer dazu bewegen, früher oder später die Nutzung von Twitter einzustellen, da er keinen Mehrwert darin sieht. Und fast immer wird er Microblogging als völlig nutzloses Werkzeug abstempeln, denn wer nimmt sich schon die Zeit, alle Tweets zu lesen.
Nicht aufhören – fortsetzen
Doch ein zweiter Weg ist ebenso denkbar: Vielleicht wird dieser Nutzer aufgrund der zu Beginn der Nutzung gemachten Erfahrungen seine Nutzungsweise kontinuierlich anpassen. Beispielsweise baut er sein Follower-Netzwerk systematisch auf und achtet nicht mehr nur auf Quantität, sondern vor allem auf die Qualität der Personen in seinem Netzwerk. Er folgt Personen, die er gut kennt, die in ähnlichen Bereichen arbeiten, oder die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen. Nun merkt er, dass seine „Followees“ eher Beiträge veröffentlichen, die für ihn relevant sind. Mit zunehmender Beschäftigung nimmt er zur Kenntnis, dass Mechanismen wie „Mentions“ und „Retweets“ gerade die besonders wertvollen Beiträge häufiger auffindbar machen.
Er liest auch nicht mehr täglich alle erscheinenden Beiträge, sondern nutzt Microblogging vor allem in solchen Phasen, in denen er sich nicht unmittelbar mit seinem Tagesgeschäft auseinandersetzt. Dazu nimmt er auch sein Smartphone in die Hand, beispielsweise wenn er am Gang wartet. Er hat erfolgreich gelernt, innerhalb weniger Minuten Beiträge mit hohem Mehrwert für seine tägliche Arbeit aus dem Activity-Stream herauszufiltern – ein Effekt, den die Fachcommunity mit „Serendipity“ bezeichnet, d.h. das zufällige Auffinden wertvoller Inhalte. Er gewinnt dabei an Effizienz und schon nach wenigen Monaten wird er zum Experte im „Browsen“ über den Activity-Stream.
Es ist immer wieder überraschend, wie sehr der Faktor (Nutzungs-)Zeit zum Erfolg beiträgt: Nach einer längeren Experimentierphase hat der Nutzer endlich sein persönliches wertstiftendes Anwendungsszenario entdeckt – und damit seine Aneignung von Social Media fürs Erste abgeschlossen.
Das Dilemma der erstmaligen Nutzung
Doch wie bringt man jemanden dazu, Social Media Instrumente erstmalig zu nutzen? Eine reine Schulung von Funktionalitäten wird wenig helfen, wogegen die Schulung sinnstiftender Nutzungsszenarien, wie etwa dem vorher beschriebenen, wesentlich vielversprechender ist. Die große Herausforderung besteht darin, einem potenziellen Anwender vorab verständlich und nachvollziehbar zu erklären, worin der Mehrwert einer Sozialen Technologie besteht, dass dieser ein Resultat seiner Aneignung ist und dass der Aneignungsprozess für gewöhnlich etwas länger dauert.
Warum ist das so? Bei jeder neuen Technologie versuchen Menschen zuerst, alte Verhaltensmuster auf diese zu übertragen. Da Menschen bei E-Mails gewohnt sind, jede einzelne zu lesen und den Inhalt aufzunehmen, übertragen sie ein ähnliches Verhalten auf die neue Technologie. Doch eine solche Nutzungspraxis macht in vielen Fällen keinen Sinn – und ein Mehrwert ist für viele Neulinge ohne eine Stütze gar nicht absehbar.
Ambassadoren als Stütze
Eine erfolgversprechende Möglichkeit aus diesem Dilemma ist der Einsatz von Ambassadoren. Das sind besonders engagierte Nutzer, welche sich eine neue Technologie bereits erfolgreich angeeignet haben und daher vom Mehrwert dieser Technologie überzeugt sind. Diese Menschen kommunizieren mit besonders viel Enthusiasmus geeignete Anwendungsszenarien und den entstehenden Nutzen an künftige Nutzer. Ambassadoren begleiten die erstmalige Nutzung neuer Technologien und tragen dazu bei dazu, dass diese verstetigt wird. Auf Ambassadoren greifen beispielsweise Unternehmen wie XING (vgl. Blogbeitrag Ambassadors bei XING) oder IBM (vgl. IBM Präsentation Social Business 2011, Folie 8 ) zurück.
25. November 2011
Vortrag zu Digitalem Empfehlen über NFC
Zum Thema digitales Empfehlen von Objekten am Social Web habe ich am 15.11.2011 den Beitrag Social Media in der Zukunft - Digitales Empfehlen über NFC für den PR-Blogger geschrieben, auf den ich hier gerne verlinken möchte. Darin wird das Potenzial von Near Field Communication aufgezeigt und darsgestellt, wie Near Field Communication (NFC) dazu verwendet werden kann, digital gebrandete Produkte auf Facebook und Twitter zu empfehlen.
Gerade eben habe ich zu diesem Thema am Forum Medientechnik an der FH St. Pölten den Vortrag Interactive Things gehalten, auf den ich hier gerne verlinken möchte. Dieser Vortrag stellt das Projekt Interactive Things vor, das von Joanneum Research und evolaris next level gemeinsam durchgeführt worden ist. In diesem Projekt ist unter anderen eine Applikation für Android enstanden, welche die Schnittstellenfunktion vom mit einem NFC-Tag versehenen Gegenstand hin zu Plattformen wie Facebook und Twitter ausübt.
Hier die Zusammenfassung des Vortrags: Das digitale Empfehlen von Objekten wie Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen aller Art über Plattformen des SocialWeb wie Twitter, Facebook & co. ist heute gelebte Praxis bei den Nutzern. Doch bisher existiert keine Möglichkeit, diese Emp-fehlungen direkt über das Objekt aus der realen in die virtuelle Welt auszusprechen. Vielmehr müssen Fans vorher erst mühsameine Plattform in der virtuellen Welt aufrufen und dort eine entsprechende Aktion bei der digitalen Repräsentation des Objekts(z.B. die Facebook Seite) setzen. In Zukunft wird es möglich sein, dass Objekte direkt und ohne Umweg über eine Web-Seiteüber das Mobiltelefon mit dem Social Web vernetzt werden. Mit dem seit Anfang 2011 im deutschsprachigen Raum erhältlichen„Google Nexus S“ steht ein mit der dafür notwendigen Technologie Near Field Communication (NFC) ausgerüstetes Smartpho-ne mit Konnektivität zum Web für die breite Masse zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund wurde in dem von JOANNEUMRESEARCH und evolaris next level gemeinsam durchgeführten Projekt „Interactive Things“ ein Demonstrator für das Betriebs-system Android mit folgender Funktionsweise entwickelt: Bringt ein Nutzer sein mit der gleichnamigen Applikation „InteractiveThings“ versehenes Mobiltelefon in die Nähe eines mit einem NFC-Tag versehenen Objekts, können über die Applikation digi-tale Empfehlungen wie „Facebook: Check-in“, „Facebook: Gefällt-mir“ und „Twitter: Send Tweet“ durchgeführt werden. Sun-nyBAG, Hersteller einer innovativen Tasche, welche einen integrierten Akku mit Hilfe eingebauter Solarpanelen auflädt, machtsich die in diesem Projekt entwickelte Technologie schon heute zunutze
Gerade eben habe ich zu diesem Thema am Forum Medientechnik an der FH St. Pölten den Vortrag Interactive Things gehalten, auf den ich hier gerne verlinken möchte. Dieser Vortrag stellt das Projekt Interactive Things vor, das von Joanneum Research und evolaris next level gemeinsam durchgeführt worden ist. In diesem Projekt ist unter anderen eine Applikation für Android enstanden, welche die Schnittstellenfunktion vom mit einem NFC-Tag versehenen Gegenstand hin zu Plattformen wie Facebook und Twitter ausübt.
Hier die Zusammenfassung des Vortrags: Das digitale Empfehlen von Objekten wie Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen aller Art über Plattformen des SocialWeb wie Twitter, Facebook & co. ist heute gelebte Praxis bei den Nutzern. Doch bisher existiert keine Möglichkeit, diese Emp-fehlungen direkt über das Objekt aus der realen in die virtuelle Welt auszusprechen. Vielmehr müssen Fans vorher erst mühsameine Plattform in der virtuellen Welt aufrufen und dort eine entsprechende Aktion bei der digitalen Repräsentation des Objekts(z.B. die Facebook Seite) setzen. In Zukunft wird es möglich sein, dass Objekte direkt und ohne Umweg über eine Web-Seiteüber das Mobiltelefon mit dem Social Web vernetzt werden. Mit dem seit Anfang 2011 im deutschsprachigen Raum erhältlichen„Google Nexus S“ steht ein mit der dafür notwendigen Technologie Near Field Communication (NFC) ausgerüstetes Smartpho-ne mit Konnektivität zum Web für die breite Masse zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund wurde in dem von JOANNEUMRESEARCH und evolaris next level gemeinsam durchgeführten Projekt „Interactive Things“ ein Demonstrator für das Betriebs-system Android mit folgender Funktionsweise entwickelt: Bringt ein Nutzer sein mit der gleichnamigen Applikation „InteractiveThings“ versehenes Mobiltelefon in die Nähe eines mit einem NFC-Tag versehenen Objekts, können über die Applikation digi-tale Empfehlungen wie „Facebook: Check-in“, „Facebook: Gefällt-mir“ und „Twitter: Send Tweet“ durchgeführt werden. Sun-nyBAG, Hersteller einer innovativen Tasche, welche einen integrierten Akku mit Hilfe eingebauter Solarpanelen auflädt, machtsich die in diesem Projekt entwickelte Technologie schon heute zunutze
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